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Tribit FlyBuds 3 Test – Einsteiger Sportkopfhörer mit ausgewogenem Klang

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Tribit FlyBuds 3 Test - Einsteiger Sportkopfhörer mit ausgewogenem Klang 1

Tribit* hat mir erneut ein Paar Kopfhörer zur Verfügung gestellt, die ich wieder einmal in meinen Alltag eingebaut habe. Die Tribit FlyBuds 3 gehören dabei mit einer UVP von 45,99€ zum Einsteiger-Bereich und sollen dank IPX7 und Innenohrbügel perfekt für den Sport geeignet sein. Darüber hinaus soll das Ladecase sogar als Powerbank dienen und Smartphone und Co. aufladen können. Wie sich die Kopfhörer im Tribit FlyBuds 3 Test geschlagen haben erfährst Du jetzt.


Diese Kopfhörer wurden mir kostenlos von Tribit zum Testen zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wird dadurch nicht beeinflusst. Mehr zu meiner Art Testberichte durchzuführen erfährst Du hier.

Lieferumfang der Tribit FlyBuds 3

Die Tribit FlyBuds 3 werden, wie schon der kleine Bruder FlyBuds 1, in einer schlichten weiß-orangen Verpackung ausgeliefert. Innerhalb dieser findet man eine Bedienungsanleitung, das Ladecase in der sich die Ohrhörer verstecken, eine Pappschachtel in der sich das USB-C-Ladekabel und die Innenohrbügel (2 weitere Paar) befinden und insgesamt fünf weitere Silikon Ohrstöpsel.

Der Lieferumfang ist in diesem Fall also nicht nur sehr vielfältig, sondern auch gut durchdacht. Tribit legt hier genug Silikon Ohrstöpsel bei, sodass für jeden die passende Größe dabei sein sollte. Darüber hinaus sind die Silikon Ohrstöpsel je nach Größe auch anders geformt, sodass perfekter Halt bei Bewegung geboten sein soll. Dieser Halt wird durch die Innenohrbügel, von denen insgesamt 3 Stück (S, M und L) enthalten sind, unterstützt werden. 

Auch das minimalistische Design der Verpackung spricht mich an, sowie ein niedriger Anteil an Plastikverpackung. Damit kann mich Tribit voll und ganz überzeugen, weshalb sie sich im Lieferumfang die volle Punktzahl sichern.

Technische Daten:

Bauform

In-Ear

Treiber

6 mm

Frequenzbereich

20Hz - 20kHz

Gewicht

106g-Ladekoffer

Aufladen

2600mAh Lithium Polymer, USB-C

ANC

Nein

Akkulaufzeit während des Tribit FlyBuds 3 Test

Die Tribit FlyBuds 3 versprechen eine gesamte Akkulaufzeit von 100! Stunden. Diese setzt sich aus einer Wiedergabezeit von 5 Stunden und 19 weitere Ladezyklen zusammen. Dies soll dank des verbauten 2600 mAh Akkus im Ladecase möglich sein, der gleichzeitig als Powerbank dient. Somit soll man bspw. sein Smartphone unterwegs aufladen können. Dann verringert sich natürlich die gesamte Akkulaufzeit der Kopfhörer. Eine Schnellladefunktion ist nicht an Board und auch Wireless Charging haben die FlyBuds 3 nicht. Das Aufladen der Ohrhörer braucht ca. 1,5 Stunden, das Ladecase 2. 

Die Wiedergabezeit von 5 Stunden ist durchaus möglich, wenn man auf durchschnittlicher Lautstärke hört. Bei konstant hoher Lautstärke verringert sich (wie bei allen True Wireless Kopfhörern) die Wiedergabezeit entsprechend. Im Schnitt kam ich auf ca. 4 Stunden und 21 Minuten. Der 2600 mAh Akku im Ladecase ist jedoch nicht so stark wie erwartet, auch wenn man hiermit trotzdem noch weitaus länger als mit jedem anderen mir bekannten True Wireless Kopfhörer auskommt. 

Ladecase mit Powerbank Funktion

Wenn ich mein Smartphone nicht geladen habe erreichte ich im Schnitt etwa 17 weitere Ladezyklen, was dann einer gesamten Akkulaufzeit von ca. 90 Stunden bedeutet. Immernoch beeindruckend! Das Smartphone lädt ebenfalls über das Ladecase auf, dauert aber extrem lang (ca. 5 Minuten für 1% Akku!) und entzieht dem Ladecase sämtliche Leistung. Eine vollständige Ladung schafft man damit beim iPhone XS bspw. nicht. Bei neueren Modellen mit größerem Akku erst recht nicht. Dafür ist das Ladecase aber auch nicht gedacht, sondern eher dafür, das Smartphone im Notfall am Leben zu erhalten. 

Insgesamt ist das Ergebnis des Akkus dennoch zufriedenstellend. Für intensive Sporteinheiten reicht die Wiedergabezeit locker aus und um die 90 Stunden gesamte Akkulaufzeit sind mehr als man bei allen anderen Geräten im Einsteiger-Bereich findet. Dennoch nimmt die Wiedergabezeit bei konstant hohen Lautstärken stark ab, weshalb ich nicht die volle Punktzahl geben kann.

Tribit FlyBuds 3 Test Lieferumfang
Tribit FlyBuds 3 Test Lieferumfang 2
Tribit FlyBuds 3 Test Ladecase
Tribit FlyBuds 3 Test Ladecase offen

Bedienung der Tribit FlyBuds 3

Die Bedienung der Tribit FlyBuds 3 erfolgt über Touchflächen auf dem Rücken der Ohrhörer. Hiermit kann man die Musik starten und stoppen, einen Anruf annehmen, ablehnen und beenden, zum nächsten Song springen und den Sprachassistenten steuern. Die Kopfhörer sind kompatibel mit Android und iOS. Grundsätzlich sollte aber eine Verbindung mit den meisten Bluetooth Geräten möglich sein. Die Reichweite wird mit ca. 10 Metern angegeben.

Während des Tribit FlyBuds 3 Test war ich nicht so zufrieden mit der Bedienung, was vor allem an zwei wesentlichen Punkten liegt. Zum einen ist die Bedienung leider nicht so ganz intuitiv und ich musste nachlesen, wie ich welche Funktion ausführe. Nachdem ich das wusste, hat es aber soweit meistens funktioniert. Leider lässt sich aber bspw. kein Titel zurückspringen, sodass ich hierfür das Handy herausnehmen muss. Auch die Lautstärke lässt sich nicht, wie in der ein oder anderen Bewertung bei Amazon fälschlich angegeben, über die Touchflächen ändern. 

Reichweite und Verbindung

Somit muss ich häufig mein Handy zur Hand nehmen, um die Kopfhörer zu bedienen. Auch die Reichweite von 10 Metern funktioniert nur in absolut perfekter Umgebung (ohne Störquellen und Wände). Sobald Wände dazwischen sind löst sich die Verbindung schnell in Luft auf. 

Die Verbindung lässt sich über eine Taste steuern, sodass man die Kopfhörer auf einfache Art und Weise vom verbundenen Gerät trennen und mit einem neuen Gerät koppeln kann. Das hat bei mir in den meisten Fällen funktioniert. Zwischendurch gab es aber Probleme mit der Verbindung und kleinere Abbrüche, die dem Ergebnis insgesamt zusetzen und so nur zu mageren 2,5 Sternen führen. 

Key-Facts

IPX7 Schutz

Dank des IPX7 Schutzes sind die Kopfhörer vor Wasser geschützt. Dabei halten sie nicht nur Regenschauer aus, auch Untertauchen ist ohne Probleme möglich, ohne dass die Kopfhörer den Geist aufgeben.

Tragekomfort der Tribit FlyBuds 3

Mit insgesamt 6 verschiedenen Silikon Ohrstöpseln, drei verschiedenen Innenohrbügeln und der kleinen runden Bauform sollten die Ohrhörer von Tribit eigentlich für fast alle Ohren geeignet sein. Selbst für kleinste Ohren sehe ich daher hier eine Chance. Die sechs unterschiedlichen Silikon Ohrstöpsel unterscheiden sich in Form und Größe. Dabei sind interessante Doppel-Ohrstöpsel beigelegt (siehe Bild oben), die für eine größere Abdeckung und somit einen wirkungsvolleren Bass sorgen sollen. 

Mit den richtigen Ohrstöpseln hatte ich ein sehr angenehmes Gefühl, während des Tribit FlyBuds 3 Test, allerdings kommt es hier stark auf die verwendeten Ohrstöpsel an. Die Doppel-Ohrstöpsel bieten zwar tatsächlich eine größere Abdeckung, sind dadurch aber auch etwas fester und können für den ein oder anderen unangenehm sein. Die einfachen Silikon-Ohrstöpsel dagegen sind sehr weich und waren bei mir im Ohr stets angenehmer, sind in der kleinsten Größe (S) aber etwas größer als die kleinsten Doppel-Ohrstöpsel in XS. Hier ist allerdings tatsächlich die Abdeckung nicht so groß und der Bass nicht ganz so wirkungsvoll.

Der Innenohrbügel sorgt für sehr guten Halt bei Bewegung und beim Sport. Da auch hier drei verschiedene Größen beigelegt sind, sollte dies sowohl bei kleinen als auch bei großen Ohren der Fall sein. Ohne kann man die Ohrhörer allerdings nicht tragen, da hier scharfe Kanten sind, die unangenehm im Ohr sind. Insgesamt aber ein sehr angenehmer Kopfhörer im Ohr.

Sprachqualität im Tribit FlyBuds 3 Test

Die FlyBuds 3 sind zwar mit jeweils einem Mikrofon pro Ohrhörer ausgestattet, dieser eignet sich aber nicht sonderlich gut zum Telefonieren oder zur Aufnahme von Sprachnachrichten. Man klingt zumeist sehr blechern und ist sehr leise, sodass es für den Gegenüber schwer ist mich zu verstehen. Auch Umgebungsgeräusche werden nicht ausgeblendet. Telefonieren sollte man somit nur im äußersten Notfall mit den FlyBuds 3.

Immerhin waren meine Gesprächsteilnehmer während des Tribit FlyBuds 3 Test immer gut zu verstehen. Hier war die Lautstärke ähnlich der Musikwiedergabe eingestellt und somit mein Gesprächspartner entsprechend laut genug. Dennoch insgesamt kein gutes Ergebnis.

Tribit FlyBuds 3 Test Ohrhörer 1
Tribit FlyBuds 3 Test Kopfhörer 3
Tribit FlyBuds 3 Test Kopfhörer 2
Tribit FlyBuds 3 Test Kopfhörer 4

Klang der Tribit FlyBuds 3

Bass, Mitten und Höhen

Der Bass soll "explosiv" sein, ist er meiner Meinung nach aber nicht. Gerade im Vergleich zum anderen True Wireless Kopfhörer aus dem Hause Tribit, den FlyBuds 1, ist der Bass deutlich zurückhaltender und leiser abgestimmt. Das verbessert sich leicht mit den Doppel-Silikonohrstöpseln ist insgesamt aber nicht ganz so stark, wie bei den FlyBuds 1. Ein Dröhnen oder gar Verzerren ist jedoch nie zu spüren. In niedrigen Lautstärken ist der Bass aber zu leise und hat keinen Druck mehr. 

Die Mitten sind sehr ausgewogen, bieten aber keine Besonderheiten. Ich würde sie daher als durchschnittlich betiteln. Stimmen sind jederzeit präsent, insgesamt aber habe ich keinen großen Detailreichtum. 

Die Höhen neigen in hohen Lautstärken leider leicht zur Verzerrung. Ihnen fehlt es ebenso an Brillanz, was aber bei dem günstigen Preis auch nicht zu erwarten ist, weshalb dies keinen Abzug darstellt. Auch ansonsten stellen sich die Höhen als ausgewogen und ordentlich dar, wenn man von der Verzerrung in hohen Lautstärken absieht. 

Grundrauschen

Während des Tribit FlyBuds 3 Test war jederzeit ein leichtes Grundrauschen zu spüren. Dieses ist nicht besonders laut und hat mich persönlich nicht gestört, könnte aber von sehr sensiblen Ohren so empfunden werden. Ich konnte mir dennoch Hörspiele, Hörbücher und ASMR Videos anhören und fühlte mich dabei nicht beeinträchtigt.

Welche Musikrichtung passt am besten?

Meiner Meinung nach ist die Antwort hier ähnlich, wie bei den meisten True Wireless Kopfhörern im Einsteiger-Bereich. Gerade für Klassik oder Orchester Stücken fehlt diesen nämlich meistens die notwendige Brillanz für ein tolles Ergebnis und so ist es auch hier der Fall.

Das ist bei Pop, Rock oder Hip Hop meistens nicht so das Problem, da gerade bei elektronischen Klängen die Brillanz der Instrumente nicht ganz so hoch ist und somit auch nicht ganz so auffällt, wenn diese in den Höhen fehlt. Insofern würde ich generell dazu raten elektronische Musik, Pop, Rock und Hip Hop mit den Tribit FlyBuds 3 zu hören. 

3D- Klang und Surround Effekt

Der 3D Effekt und Surround Effekt funktioniert bei den Tribit FlyBuds 3 recht gut. Im vorderen Bereich verschwimmen die Töne noch etwas, wenn es aber zur Seite und nach hinten geht, dann hat man ein schön differenziertes und breites Klangbild, welches sich sehr gut für Filme eignet. 

Fazit zum Klang der Tribit FlyBuds 3

Der Klang ist insgesamt ordentlich, aber nicht perfekt. Im Vergleich zu den Tribit FlyBuds 1 gefielen mir diese einfach noch einen Ticken besser. Gerade die Verzerrung in höheren Lautstärken hat mich hier etwas gestört. Ansonsten ist das Ergebnis des Tribit FlyBuds 3 Test bezüglich des Klangs dennoch sehr ordentlich und gerade für Sportkopfhörer auf einem sehr guten Niveau. 

Der Überblick


Mein persönlich größter Vorteil der Kopfhörer

Der große Lieferumfang macht es einfach die optimalen Ohrstöpsel für den perfekten Halt zu finden.

Mein persönlich größter Nachteil der Kopfhörer

Die Sprachqualität ist leider nicht ausreichend, um häufig Telefonate zu führen. 

Das Ergebnis der einzelnen Kategorien

Lieferumfang der Tribit FlyBuds 3

Akkulaufzeit der Tribit FlyBuds 3

Bedienung der Tribit FlyBuds 3

Key Facts der Tribit FlyBuds 3

Tragekomfort der Tribit FlyBuds 3

Sprachqualität der Tribit FlyBuds 3

Klang der Tribit FlyBuds 3


Gesamtfazit

Die Tribit FlyBuds 3 stellen einen der besten Sportkopfhörer des Einsteiger Bereichs dar. Wer hier auf der Suche nach einem Kopfhörer ist, um seine täglichen Sporteinheiten zu machen und vielleicht im Fitnessstudio noch sein Smartphone zu laden, der ist mit den Tribit FlyBuds 3 bestens bedient. Für reine Musikliebhaber, die Bewegung eher meiden, gibt es sicherlich auch im Einsteiger-Bereich bessere Geräte, wenn auch nicht viele. (3,75 Sterne)

Hier kannst Du die Tribit FlyBuds 3 kaufen!

Die UVP der Kopfhörer liegt bei: 45,99€

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Hama Style Test Header
Testberichte, Einsteiger Test

Hama Style Test – Nichts für kleine Ohren

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Hama Style Test - Nichts für kleine Ohren 2

In diesem Artikel findest Du den Hama Style Test. Die True Wireless Kopfhörer Style* von Hama legen, zumindest vom Aussehen her, einen glänzenden Auftritt hin. Wie jedoch Lieferumfang, Akkulaufzeit, Tragekomfort, Bedienung, Sprachqualität und Klang der Einsteiger Kopfhörer im Alltagstest abgeschnitten haben, erfährst Du in diesem Beitrag.


Diese Kopfhörer wurden mir kostenlos von Hama zum Testen zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wird dadurch nicht beeinflusst. Mehr zu meiner Art Testberichte durchzuführen erfährst Du hier.

Lieferumfang der Hama Style

Die Hama Style werden in einer weißen Pappschachtel mit Sichtfenster ausgeliefert. Im inneren findet man eine transparente Plastik-Einlage. Hier sind sowohl das glänzende Ladecase, die Kopfhörer, die Silikon Ohrstöpsel (S und L) in einer Plastiktüte, das Micro-USB-Ladekabel und die Bedienungsanleitung untergebracht. 

Insgesamt gefällt mir der Lieferumfang der Hama Style nicht so besonders. Das liegt zunächst einmal daran, dass nur zwei zusätzliche Silikon Ohrstöpsel (S und L) mitgeliefert werden und ich somit insgesamt nur drei verschiedene Größen zur Verfügung habe. Diese jedoch sind noch immer recht groß, was sich dann im Tragekomfort bemerkbar macht, da für kleine Ohren hier kein Ohrstöpsel verfügbar ist. 

Der zweite Punkt, der mich leider abschreckt, ist das viele Plastik was in der Verpackung verwendet wird. Dadurch wirkt diese billig und umweltschonend ist das darüber hinaus auch nicht. 

Technische Daten:

Bauform

In-Ear

Treiber

?

Frequenzbereich

20Hz - 20kHz

Gewicht

5g je Ohrhörer, 50g-Ladekoffer

Aufladen

590mAh Lithium Polymer, Micro-USB-Kabel

ANC

Telefonieren

Akkulaufzeit während des Hama Style Test

Die Hama Style sind mit einer Wiedergabezeit von 4 und einer maximalen Akkulaufzeit von 20 Stunden angegeben, sodass die Kopfhörer mit dem Ladecase insgesamt 4 Mal wieder aufgeladen werden können. Für eine vollständige Ladung benötigen die Ohrhörer eine Stunde, das Ladecase zwei Stunden. Wireless Charging fehlt genauso, wie eine Schnellladefunktion.

Der Akku hat während des Hama Style Test insgesamt eine gute Figur gemacht, wenn auch mit kleinen Abstrichen. die Wiedergabezeit schwankte bei mir zwischen 3 und 4 Stunden, im Schnitt kam ich auf 3 Stunden und 37 Minuten. Mit dem Ladecase ließen sich die Kopfhörer dann etwa 4 Mal vollständig aufladen, sodass ich auf eine durchschnittliche Gesamtlaufzeit von etwas über 18 Stunden komme. Damit ist zwar eine Abweichung zu den Herstellerangaben gegeben, diese aber noch im Toleranzbereich für mich. Dennoch natürlich kein perfektes Ergebnis.

Das Ergebnis wird darüber hinaus vom Ladecase beeinflusst. Hier reichte anscheinend die Stromstärke nicht, um das Ladecase und die Kopfhörer aufzuladen. Ich musste immer ein Netzteil eines Smartphones zur Hand nehmen und damit die Kopfhörer aufladen. Dies ist natürlich an einem 10 cm langen Micro-USB-Kabel nicht unbedingt handlich.

Hama Style Test Verpackung
Hama Style Test Lieferumfang
Hama Style Test Zubehör
Hama Style Test Ladecase
Hama Style Test Ladecase offen

Bedienung der Hama Style

Die Bedienung der Hama Style erfolgt über Touchflächen im oberen Bereich des Ohrhörers. Hierüber lassen sich Anrufe annehmen, ablehnen oder beenden, den Sprachassistenten aktivieren, Musiktitel vor- und zurückspringen, sowie pausieren und stoppen. Die Lautstärke lässt sich nicht direkt über die Ohrhörer steuern, in der Bedienungsanleitung gibt es aber Hinweise, wie man die Lautstärke über den Sprachassistenten verringern oder erhöhen kann. 

Im Vergleich zu den anderen Hama True Wireless Kopfhörern, den LiberoBuds, funktioniert die Steuerung hier leider nicht so intuitiv. Ich musste mich zunächst einmal einlesen, bevor ich alle Funktionen kannte. Zudem sind leider die Touchflächen sehr sensibel und reagieren bei jeder kleinsten Berührung. So aktiviert man häufig den Sprachassistenten oder springt zwischen den Musiktiteln hin und her, während man versucht die Position des Ohrhörers im Ohr zu ändern. Auch längere Haare, die an die Ohrhörer gelangen sorgen gelegentlich dafür, dass eine Funktion ausgelöst wird.

Kompatibilität und Reichweite der Hama Style

Positiv hervorzuheben ist die Kompatibilität der Kopfhörer. Diese sind mit allen gängigen Geräten kompatibel und lassen sich ohne Probleme mit Windows, Android oder iOS Geräten verbinden. Allerdings erfolgt eine Verbindung nicht immer automatisch und auch das Koppeln ist häufig mühselig und führt zur Frustration. Ein zweites Gerät kann ich nur koppeln, wenn ich nicht mit einem anderen Gerät verbunden bin und auch kein anderes gekoppeltes Gerät in der Nähe ist. 

Die Reichweite der Hama Style beträgt in etwa 10 Meter, das aber auch nur im Optimalfall, wenn keine Wände, Decken oder andere störende Frequenzen oder Gegenstände dazwischen sind. Insgesamt ist das Ergebnis der Bedienung im Hama Style Test leider nicht so zufriedenstellend. Was das Ergebnis ein wenig rettet ist, dass die Aktivierung des Sprachassistenten auch über den Ausspruch "Hey Siri" oder "Ok, Google" (je nach Assistent dann andere) funktioniert. 

Tragekomfort 

Dank drei verschiedener Größen Silikon Ohrstöpsel soll "individueller, perfekter Sitz" möglich sein. Der Hama Style Test spiegelte diese Eigenschaften leider nicht wirklich wieder, was vor allem an den Ohrstöpseln liegt. Diese sind sehr hart und darüber hinaus auch in der Größe S noch zu groß für kleine Ohren. Dadurch hatte ich häufig das Problem, dass die Kopfhörer entweder unangenehm beim Tragen waren oder schnell rutschten, wenn ich sie nicht so tief reingesteckt habe.

Das ist schade, da die Kopfhörer ansonsten recht leicht und somit auch angenehm zu tragen sind, vor allem für größere Ohren somit ein angenehmes Tragegefühl. Auch Sport sollte dann für Menschen mit größeren Ohren möglich sein, allerdings sind die Kopfhörer nicht spritzwassergeschützt, also rate ich von intensiven Sporteinheiten generell eher ab. 

Ein interessantes Detail der Hama Style sind die Silikon Ohrstöpsel dennoch. Diese sind nämlich farblich gekennzeichnet, sodass man die linken und rechten Ohrhörer voneinander unterscheiden kann, auch wenn diese eh von der Form her an die Ohren angepasst sind. Dennoch wollte ich diesen Fakt hier nicht unbeschrieben lassen. 

Sprachqualität im Hama Style Test

Die True Wireless Kopfhörer von Hama besitzen ein Mikrofon, sodass Telefonanrufe getätigt oder Sprachaufnahmen aufgenommen werden können. Beides funktioniert einigermaßen gut. Es werden keine Außengeräusche gefiltert, sodass gerade in lauten Umgebungen ein Telefonat nicht immer angenehm zu führen ist. Häufig ist die eigene Stimme auch zu leise. Auch ein Rauschen ist jederzeit wahrnehmbar.

Man selbst versteht seinen Gegenüber ganz gut. Er ist laut genug und zumindest hier gibt es keine Beanstandungen. 

Hama Style Test Kopfhörer
Hama Style Test Kopfhörer 2
Hama Style Test Kopfhörer 3
Hama Style Test Kopfhörer 4

Klang der Hama Style

Bass, Mitten und Höhen

Die Bässe waren im Hama Style Test vor allem dann ganz gut, wenn man den richtigen Halt gefunden hat. Hier sind die Bässe dann einigermaßen druckvoll, auch wenn er nicht so in die Tiefe geht. Bei hohen Lautstärken neigt er leicht zum Dröhnen, ein Verzerren bleibt aber aus. In niedrigen Lautstärken geht er leider etwas unter.

Die Mitten sind recht ausgewogen, jedoch nicht sonderlich detailreich. Ich vermisse hier die Anschläge des Klaviers oder das Zischen der Gitarrensaiten, was ich bei anderen Kopfhörern durchaus wahrnehmen kann. Stimmen sind dafür jederzeit präsent und prägnant. Leider habe ich teilweise eine leichte Verzerrung bei höheren Lautstärken bemerkt.

Den Höhen fehlt eine gewisse Brillanz, was bei diesem Preis aber auch nicht anders zu erwarten ist. Dafür sind sie ansonsten angenehm ohne zischen oder verzerren.

Grundrauschen

Das Grundrauschen der Hama Style ist wahrnehmbar aber leise, sodass es gerade bei Musik und Filmen kaum stört. Auch bei ASMR, Hörbüchern oder Podcasts hört man das Grundrauschen ebenfalls nur wenig, es ist aber da. Sensible Ohren könnten da ihre Probleme mit haben, mich jedoch hat es nicht gestört.

Welche Musikrichtung passt am besten?

Die Kopfhörer sind nicht wirklich gut geeignet für Orchester oder klassische Musik. Hierfür sind sie einfach sowohl von den Höhen als auch Mitten her nicht stark genug und können die Detailvielfalt dieser Musik nicht an den Hörer übermitteln.

Viel eher würde ich hier Pop- und Rockmusik mit ausgeglichenem Instrumental bevorzugen, wo keine Frequenzen besonders hevorgehoben sind. Gerade Titel, wo es um den Gesamteindruck geht und nicht um einzelne Details sind mit den Hama Style bevorzugt zu hören. 

3D- Klang und Surround Effekt

Der 3D Effekt der Style ist überraschend gut. Im vorderen Bereich hapert es leicht, hier verschwimmen die Töne etwas, die restlichen Richtungen sind aber sehr detailliert und die Kopfhörer haben eine schöne Stereo-Breite, die überzeugen kann. Somit sind Filme durchaus sehenswert. 

Fazit zum Klang der Hama Style

Wenn man eine Schulnote vergeben müsste, wäre hier wahrscheinlich eine 3- angebracht für den Klang. Er hat einige positive Eigenschaften, wie die prägnanten Stimmen oder die angenehmen Höhen, kann dafür aber auch in einigen Teilen, wie beim Bass oder den Mitten nicht unbedingt überzeugen. Hier hat so mancher Kopfhörer im Einsteiger-Bereich schon mehr zu bieten. 

Der Überblick


Mein persönlich größter Vorteil der Kopfhörer

Das Ladecase sieht "spacig" aus und lädt die Kopfhörer zuverlässig auf.

Mein persönlich größter Nachteil der Kopfhörer

Zu viel Plastik und Kunststoff bei der Verpackung.

Das Ergebnis der einzelnen Kategorien

Lieferumfang der Hama Style

Akkulaufzeit der Hama Style

Bedienung der Hama Style

Tragekomfort der Hama Style

Sprachqualität der Hama Style

Klang der Hama Style


Gesamtfazit

Insgesamt ist das Ergebnis eher durchwachsen und gerade der Klang kann nicht mit dem doch recht guten Klang der Hama LiberoBuds mithalten. Kein Punkt war dabei so richtig schlecht, aber der Kopfhörer konnte auch in keiner der Kategorien wirklich herausragende Ergebnisse liefern, sodass das Gesamtergebnis mit 3,2 Sternen ziemlich durchschnittlich ist. Ehrlicherweise gibt es aber dann für den Preis schon Alternativen, die ich eher empfehlen würde.

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Die UVP der Kopfhörer liegt bei: 99,00€

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Header Oppo Enco W11 Test
Testberichte, Einsteiger Test

OPPO Enco W11 Test – Der beinahe perfekte Einsteiger Kopfhörer

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OPPO Enco W11 Test - Der beinahe perfekte Einsteiger Kopfhörer 3

Dank OPPO hatte ich die Chance als einer der ersten den neuen Enco W11 in den Händen zu halten. In meinem OPPO Enco W11 Test mussten sich die neuen Einsteiger Kopfhörer dabei, wie immer, im Alltag beweisen. Sport, Spazieren, Kochen, relaxen oder telefonieren. In fast allen Kategorien konnte sich der Oppo Enco W11* bestens schlagen. Die Details erfährst Du in diesem Beitrag.


Diese Kopfhörer wurden mir kostenlos von OPPO zum Testen zur Verfügung gestellt. Der Testbericht wird dadurch nicht beeinflusst. Mehr zu meiner Art Testberichte durchzuführen erfährst Du hier.

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Lieferumfang der OPPO Enco W11

Die OPPO Enco W11 werden in einer schlichten weißen Verpackung, ähnlich, wie man sie von Apple kennt, ausgeliefert. Im Inneren findet man einen Einsatz, wahrscheinlich aus Kunststoff, indem das Ladecase mit den Kopfhörern liegt. Daneben befindet sich die Bedienungsanleitung (nicht in Deutsch) und die Warranty Card (ebenfalls nicht in Deutsch) in der Schachtel. Darüber hinaus legt OPPO ein USB-C-Kabel und 2 zusätzliche Paare Silikon Ohrstöpsel (S und L) bei. 

Die Schachtel gefällt mir. Sie ist schlicht und wirkt sehr hochwertig. Das innere ist leider nicht mehr ganz so ansprechend. Kunsstoffeinlage, die sich nicht sonderlich hochwertig anfühlt und nur zwei weitere Paar Silikon Ohrstöpsel. Ich erwarte hier nicht die Masse, aber ingesamt gefällt mir das nicht, weshalb hier nicht die volle Punktzahl erreicht wird. 

Technische Daten:

Bauform

In-Ear

Treiber

8mm Dynamisch

Frequenzbereich

20Hz - 20kHz

Gewicht

4,4g pro Ohrhörer, 35g Ladecase

Aufladen

400mAh Lithium Polymer, USB-C Kabel

ANC

Telefonieren

Akkulaufzeit im OPPO Enco W11 Test

Die OPPO Enco W11 werden in einem sehr schmalen Ladecase ausgeliefert, welches dennoch seine Leistung abrufen kann. Insgesamt 5 Stunden Wiedergabezeit und 20 Stunden Akkulaufzeit sollen dabei drin sein. Aufgeladen wird über ein USB-C Kabel. Mit der Schnellladefunktion lassen sich die Kopfhörer innerhalb von 15 Minuten auf weitere eine Stunde Wiedergabezeit aufladen. Wireless Charging ist allerdings nicht möglich.

Die Kopfhörer haben im Schnitt beide angegebenen Werte voll erreicht. Sowohl die 5 Stunden Wiedergabezeit konnte ich häufig erreichen, wie auch die 20 Stunden mit dem Ladecase. Die Kopfhörer lassen sich also knapp drei Mal mit dem Ladecase aufladen (5 Stunden + 3 Mal aufladen). Auch die Schnellladefunktion macht ihren Job gut. Insgesamt ist das Ergebnis zufriedenstellend, auch wenn der ein oder andere Hersteller bereits ein paar Stündchen drauflegt. Allerdings hat man dann auch ein deutlich schwereres Ladecase in der Hosentasche, weshalb ich den Kompromiss hier gerne eingehe.

OPPO Enco W11 Test Verpackung
OPPO Enco W11 Test in Verpackung
OPPO Enco W11 Test Lieferumfang
OPPO Enco W11 Lieferumfang Details
OPPO Enco W11 Test Ladecase
OPPO Enco W11 Test im Ladecase

Bedienung der OPPO Enco W11

Die OPPO Enco W11 werden über Touchflächen am Ohrhörer gesteuert. Hiermit kann man die Musikwiedergabe (Nächster Titel, vorheriger Titel, Start / Stopp), Anrufe (annehmen, ablehnen, beenden), die Lautstärke (lauter / leiser) und den Sprachassistenten steuern. Die Kopfhörer sind mit allen gängigen Geräten koppelbar (Windows, Android und iOS/MacOS) und die Verbindung zu einem gekoppelten Gerät erfolgt automatisch. 

Im OPPO Enco W11 Test war ich endlich einmal wieder von der Bedienung eines Kopfhörers überaus angetan. Die Touchflächen reagieren gut, ohne überempfindlich zu sein. Ich kann alle notwendigen Funktionen ausführen und mir fehlt hier nichts. Das alles erfolgt intuitiv, sodass ich nicht einmal die Bedienungsanleitung bemühen musste. 

Sowohl koppeln als auch verbinden funktioniert schnell und gut. Immer das letzte verbundene Gerät wird verbunden, sollten mehrere gekoppelte Geräte in der Nähe sein. Sowohl Telefonkonferezen über den Windows Rechner, als auch das reine Musik hören und Videos abspielen über meine iOS und Android Geräte hat problemlos funktioniert, ohne Abbrüche oder Verbindungsprobleme.

Key-Facts

IP55 geschützt

Die Kopfhörer sind dank ihrer IP55 Zertifizierung geschützt gegen Staub und Strahlwasser. Das bedeutet sie sind nicht nur beim Sport gegen Schweiß geschützt, sondern lassen sich auch unter einem Wasserstrahl abwaschen. Das haben sie in meinem Test unbeschadet überstanden, genauso, wie ein kleines unvorhergesehenes Wasserbad. 

binaurale Bluetooth®-Simultanübertragung

Im Gegensatz zu vielen anderen Kopfhörern dient hier nicht einer der beiden Ohrhörer als Master, sondern beide Ohrhörer spielen simultan. Somit hat man auch die Möglichkeit nur einen der beiden Kopfhörer zu verwenden und den anderen im Case zu lassen. Auch dies funktioniert problemlos. Erst wenn beide Ohrhörer im Case sind unterbricht die Wiedergabe und die Kopfhörer schalten in Stand-By. 

 

Tragekomfort der OPPO Enco W11

Die OPPO Enco W11 werden mit insgesamt drei verschieden großen, sehr weichen, Silikon Ohrstöpseln ausgeliefert. Die Größen S, M und L reichen meiner Meinung nach in diesem Fall aus, da das Material sehr anpassbar ist und die Größen sich zur jeweils nächstgrößeren bzw. kleineren Größe weit unterscheiden und somit für jedes Ohr die optimale Passform gewährleistet sein sollte. Natürlich wäre hier jeweils noch eine Zwischengröße wünschenswert, mich persönlich hat dies aber nicht gestört, da ich mit der Größe S sehr gut zurecht kam.

Darüber hinaus ergab der OPPO Enco W11 Test, dass auch die Bauart in Form einer Traube (so würde ich es beschreiben) sehr angenehm zu tragen ist. Der Ohrhörer ist klein und leicht und passt selbst in mein kleines Ohr perfekt hinein. Hier saß er im Test dann auch wenige Stunden ohne zu drücken und unangenehm zu werden. Das Gefühl ist jederzeit gut, teilweise bemerkt man die True Wireless Kopfhörer kaum im Ohr. 

Der einzige Makel ergab der OPPO Enco W11 Test beim Sport. Hier sind die Kopfhörer teilweise etwas verrutscht, was nicht passieren sollte. Verloren habe ich sie nicht, weshalb der Abzug hier nur minimal ist. 

Sprachqualität während des OPPO ENCO W11 Test